© RV Großheubach 2015                                                                Impressum    Entstehungsgeschichte Am Ende des 19. Jahrhunderts soll dem damals bekannten Kunstradfahrer Nick Kaufmann ein kleiner Hund vors Rad gelaufen sein. Um sich den Sturz und dem Tier eine Verletzung zu ersparen, beförderte er ihn sanft mit dem Vorderrad zur Seite. Daraus entstand die Idee des Radballs. Diese Art und Weise einen Gegenstand zu befördern zeigte Kaufmann am 14. September 1883 gemeinsam mit John Featherly, einem anderen Kunstradfahrer, der Öffentlichkeit in Rochester. Anstatt eines Hundes nahmen sie einen Polo-Ball. Gespielt wurde dabei auf einer Art Hochrad, dem American- Star-Bicycle. In Amerika wurde die Sportart unter den Kunstradfahrern schnell populär und sie kam auch bald nach Europa. Dort waren offiziell die beiden Berliner Kunstradfahrer Paul und Otto Lüders die ersten beiden Radballspieler, die Radball am 10. März 1901 der deutschen Öffentlichkeit vorstellten.     2er-Radball Das Spielfeld für 2er-Radball: Es spielen immer zwei Mannschaften gegeneinander, wobei jede Mannschaft aus zwei Spielern besteht. Die Spielzeit beträgt je nach Altersklasse 2 mal 5 Minuten bei den Schülern (U11), (U13), (U15) und (U17), 2 mal 6 Minuten bei den Junioren (U19) und 2 mal 7 Minuten bei den Erwachsenen. Gespielt wird mit einem Ball, der einen Durchmesser von 17 bis 18 cm hat und 500 bis 600 g schwer ist. Gefüllt ist er in der Regel mit Rosshaar oder Rehhaaren. Das Spielfeld muss bei offiziellen internationalen Wettkämpfen 14 mal 11 m messen, kann aber bei nationalen Wettkämpfen in beide Richtungen um max. 2 m verkleinert werden. Es ist mit einer 30 cm hohen schrägen Bande umgeben. Vor den 2 mal 2 m großen Toren befindet sich der halbkreisförmige Strafraum mit 2 m Radius. Es gibt feste Spielregeln. Man darf z. B. den Ball nicht spielen, solange nicht alle vier Extremitäten am Lenker bzw. auf den Pedalen sind. Nur dem Spieler im Tor ist das Halten der Torschüsse mit den Händen erlaubt, sofern er sich im Strafraum befindet und beide Füße auf dem Pedal sind. Wenn der Torhüter den Ball fängt, darf er den Ball jedoch nicht über die 4-Meter-Linie werfen. Es darf immer nur ein Spieler im eigenen Strafraum verteidigen. Berührt ein Spieler während des Spieles den Boden oder lehnt sich z. B. am Pfosten an oder fährt hinter das gegnerische Tor, so ist er nicht mehr spielberechtigt. Er muss erst die verlängerte Torlinie seines eigenen Tores überfahren, um wieder den Ball berühren zu dürfen (das nennt man "Schlag" holen). Missachtet er diese Regel, wird der Verstoß im Feld mit einem Freistoß, im eigenen Strafraum mit einem 4-m-Strafschlag geahndet. Einen 4-Meter-Strafstoß kann es auch nach groben Foulspielen, beim Spielen des Balles mit der Hand außerhalb des 2-Meterkreises oder nach einem Abtreten und Weiterfahren nach zwei Metern geben. Befinden sich zwei Spieler des eigenen Teams im eigenen Strafraum (Kreis), gibt es ebenfalls 4 m. Wer im gegnerischen Strafraum ohne Ball auftaucht, bekommt einen Freistoß gegen sich. Genauso ist es, wenn sich zwei Spieler einer Mannschaft im gegnerischen Strafraum befinden. Außerdem müssen knöchelhohe Schuhe und Stutzen (Kleidung) getragen werden und innerhalb des eigenen Teams müssen die gleichen Trikots getragen werden.                                                                                           Spezialfahrrad Das für diesen Sport modifizierte Fahrrad mit 22, 24  oder 26 Zoll Felgengröße ist durch seine 1:1-  Übersetzung auf die starre Nabe, den speziellen Lenker  und eine lange waagerechte Sattelstütze  gekennzeichnet. Die starre Übersetzung der  Trittbewegungen auf das Hinterrad ermöglichen das  Rückwärtsfahren und das Stehen im Tor. Der schmale  Sattel liegt etwa 10 cm über dem Hinterrad, mit seiner  Spitze dabei über der Hinterradachse und verläuft  waagerecht weiter nach hinten. Hinten am Sattel sitzt  ein Radballer nur kurz zum Ausruhen, sonst eher nur  andeutungsweise auf der eventuell verdickt  ausgeführten Sattelstütze. Für  vorwärtsbeschleunigenden Antritt bleibt der Radballer  tief und zieht sich nahe zu den hohen Lenkergriffholmen  nach vorne, um das Vorderrad am Boden zu halten. Der  Lenker bildet ein 30 bis 35 cm schmales senkrecht  stehendes "U", dessen obere Schenkelhälften mit einem  Knick um 45° schräg nach vorne laufen. Sitzend wird das U unter dem Knick gehalten, stehend darüber,  sowohl vorne als auch hinten wird über den Ball gesprungen, gespielt wird er vor allem mit dem unteren  hinteren Teil des Vorderrades. Ein Radballrad kostet 1500 bis 2500 €.  Ball  Der runde Ball ist etwa 600 g schwer und besteht im Kern aus Elch- oder Rosshaar und springt  daher fast nicht. Er ist mit hellem Stoff überzogen und trägt aufgenäht drei breite textile  Bandagen, meridional über Kreuz. Im Spiel erreicht er bis zu 70 km/h und kann blaue Flecken  verursachen, im Extremfall kann er sogar 90 km/h schnell geschossen werden.                            Spielarten                                                                                                                                            2er-Radball 2er-Radball (zwei Spieler je Team auf einem Spielfeld mit der Größe 11 × 14 m) 5er-Radball (fünf Spieler je Team auf der Größe eines Handballfeldes) Rasenradball (jeweils sechs Spieler auf einem Fußballhalbfeld mit einem Fußball) Es entwickelten sich zuerst zwei Arten des Radballs. 2er-Radball in der Halle und 6er-Radball auf dem Rasen. (In Deutschland wurde in den 1920er und 1930er Jahren auch 3er-Radball in der Halle gespielt). 1930 wurden die ersten Weltmeisterschaften veranstaltet. Der Anstoß dazu kam aus Deutschland, das auch den ersten Titel im 2er-Radball gewann. Im 6er-Radball dagegen triumphierten die Franzosen im Finale über die Deutschen. Das 5er-Radball entstand in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts als Ausgleich zu den normalen Trainingseinheiten im 2er-Radball während C-Nationalkaderlehrgängen in Deutschland. Als Vorbild diente das damals beliebte 6er-Rasenradball. Die neue Spielform in der Halle wurde bald darauf sehr populär und wird auch heute im Wechsel mit der 2er-Saison gespielt.     Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Radball   30.05.2012   Trainingszeiten                                                    Ansprechpartner                                                                                                                                  Elite: Mittwochs 19:00 - 22:00 Uhr Abteilungsleiter Radball Nachwuchs: Freitags 17:00 - 18:30 Uhr Mark-Philipp Hübner Bachgasse 39 63920 Großheubach Tel.: 09371/5918 rvgrossheubach@gmx.de