© RV Großheubach 2015                                                                Impressum    Disziplinen Einer-Kunstradfahren der Männer oder Frauen Zweier-Kunstradfahren der Frauen und offene Klasse Vierer-Kunstradfahren der Männer oder Frauen Sechser-Kunstradfahren der Männer oder Frauen Vierer-Einradfahren der Männer oder Frauen Sechser-Einradfahren der Männer oder Frauen In den Disziplinen 1er und 2er Kunstradsport der Männer bzw. Frauen werden Weltmeistertitel und im Juniorenbereich Europameistertitel vergeben. Darüber hinaus werden in Deutschland, der qualitativen und quantitativen Hochburg des Kunstradsports, nationale Meisterschaften im 4er und 6er Kunstradfahren der Männer und Frauen bzw. im 4er und 6er Einradfahren der Männer und Frauen ausgetragen. Die Meisterschaften werden auf Kreis-, Bezirks-, Landes- und Bundesebene , in den Kategorien Elite (Männer und Frauen), Junioren/Jugend (männlich/weiblich) sowie Schüler und Schülerinnen ausgetragen. Beim Einer-Kunstradfahren werden Übungen auf einem Spezialrad gezeigt. Hierbei werden 30 Übungen in fünf Minuten gezeigt. Diese Übungen können einfache Grundelemente (z. B. rückwärts fahren, Stillstand, …), statische Stände (z. B. auf Sattel und Lenker), statisch turnerische Elemente (z. B. Handstände, Stützwaagen, Vorhebehalten oder Stützgrätschen), Steiger (Übungen, bei denen nur auf dem Hinterrad gefahren wird), Drehungen (= Pirouetten) (z. B. in einer Steigerposition auf dem Hinterrad), Übergänge (= translatorische Elemente) (von einer Steigerposition zur anderen), translatorische Rotationen (z. B. Lenkerstanddrehung (über der Achse des Vorderrades), Drehsprung (um das Vorderrad)), Sprünge und Hocken (z. B. Sprung vom Sattelstand zum Lenkerstand) sein. Im Zweier-Kunstradfahren besteht die Kür aus zwei Teilen. In einem Teil (meist der erste) fahren zwei Sportler/innen auf zwei Rädern, überwiegend mit Griffverbindung, Übungen, die auch aus dem Einer- Kunstradfahren bekannt sind (z. B. Steiger). Einige Übungen werden dabei aber auch einzeln synchron präsentiert. In dem anderen Teil nutzen die Sportler gemeinsam ein Rad; hierbei können ebenfalls gemeinsam Stände (z. B. einer steht auf dem Sattel, der andere auf dem Lenker) gezeigt werden, es kommen jedoch sogenannte „Trageübungen“ (Einer fährt bekannte Steigerpositionen, der andere sitzt oder steht auf den Schultern) hinzu. Seit 2008 wird diese Disziplin bei Meisterschaften auch gemischt (Männlich/Weiblich) gefahren. Beim Vierer- und Sechser-Kunstradfahren nutzt jeder Sportler sein eigenes Rad. Es werden keine dem Turnen verwandte Übungen gezeigt, sondern verschiedene Figuren möglichst synchron gefahren. Diese können entweder Niederrad (beide Räder haben Kontakt zum Boden) oder im Steiger (Vorderrad hat keinen Kontakt zum Boden) jeweils vorwärts oder rückwärts gefahren werden. In der Elite und bei den Junioren werden hierbei 25 Übungen in fünf Minuten gezeigt. Das Vierer- und Sechser-Einradfahren ist ab 2008 keine internationale Disziplin mehr. In Deutschland wird Einradfahren weiterhin wie das Vierer- und Sechser-Kunstradfahren gezeigt. In allen Disziplinen ist Deutschland absoluter Favorit. International um die vorderen Plätze kämpfen aber auch stets Österreich, Tschechien, Schweiz, Frankreich und immer mehr auch China. Die Hochburgen innerhalb Deutschlands befinden sich in Württemberg, im Rhein-Main-Gebiet und in Bayern.                    . Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kunstradfahren   30.05.2012 Das Kunstrad Das Kunstrad, auch „Kunstfahrmaschine“ genannt,   ist ein handgefertigtes Personenrad. Es ist mit  Spezialreifen ausgestattet, was eine sichere  Bodenhaftung auf ebener Fläche, z. B. Hallenboden  oder Holzparkett, garantiert. Eine starre 1:1-  Übersetzung ermöglicht schnelles Anfahren und  Bremsen, außerdem ist durch den Starrlauf auch  rückwärtsfahren möglich. Lenker und Sattel sind so  beschaffen, dass man mit Gymnastikschuhen auf  ihnen stehen kann. Die Lenkerholme müssen  abgerundet oder durch Griffe geschlossen sein. Der  Sattel muss fabrikmäßig hergestellt sein. Er darf  eine Länge von maximal 300 mm, eine Breite von  maximal 220 mm, und eine größte unbelastete  Durchbiegung von 60 mm aufweisen. Die Kurbeln  müssen von Mitte Tretlager bis Mitte Pedalachse eine  Länge von 130–170 mm haben. Des Weiteren gibt es als Auftritte Dorne mit einer Maximallänge von 50  mm, welche beidseitig an den Achsen der Laufräder angebracht sind und mehr Übungen im Einer- und  Zweierkunstradfahren ermöglichen. Verkehrssicher im Sinne der Straßenverkehrsordnung ist ein Kunstrad  nicht. Üblicher Gebrauch auf Straßen würde das Rad zudem beschädigen, da es für den Betrieb auf ebenen  Flächen ausgelegt ist.  Die Sportbekleidung besteht neben den rutschfesten Gymnastikschläppchen in der Regel aus einer festen  Gymnastikhose (Leggings) und einem Trikot. Im Mannschaftssport muss die Mannschaft einheitlich  gekleidet sein. In allen Disziplinen muss vor Wettkampfbeginn eine sportliche Präsentation erfolgen, eine  Kürmusik ist erwünscht.                                                   Regeln                                                                                                                     Die Fahrfläche ist in der Regel ein Hallenboden aus   Holz oder Linodur und muss bei internationalen  Wettkämpfen 11 m × 14 m groß sein. Sie wird durch  Seitenlinien begrenzt, diese dürfen nicht überfahren  werden. An beiden Kreisen sind (nach dem aktuellen  Reglement) jeweils 4 senkrechte Striche, die im  gleichen Abstand sind. Um den Mittelpunkt (Kreis mit  0,5 m Durchmesser) sind zwei Kreise mit einem  Durchmesser von 4 m und 8 m aufgezeichnet. Eine  Übung muss normalerweise eine Halbe Runde, eine  Runde, ein S oder eine 8 (= Wechselrunde) lang  gezeigt werden. Bei der halben Runde bzw. normalen  Runde muss man außerhalb des Vier-Meter-Kreises  fahren. Bei einer Wechselrunde muss zweimal über  den Mittelpunkt gefahren werden, und die beiden  Schleifen müssen über den Acht-Meter-Kreis führen.  Das S ist eine halbe 8, folglich muss der Mittelpunkt  nur einmal getroffen werden.  Bei Sprüngen, Übergängen und Hocken ist nicht vorgeschrieben, wo man sie ausführt.  Alle Übungen im Kunstradfahren werden aus einem international geltenden Reglement ausgewählt. Sie  müssen für die Kür vorausgewählt und bei der Jury mithilfe standardisierter Formulare eingereicht werden,  den Wertungsbögen. Jede Übung hat einen Punktwert, welcher die Schwierigkeit der Übung berücksichtigt.  Die Summe aller Schwierigkeiten bezeichnet die aufgestellte Schwierigkeitspunktzahl im Wertungsbogen.  Dies ist der Ausgangswert für einen Wettkampf. Wird der so vorgegebene Ablauf der Kür nicht eingehalten,  gibt es Abzüge. Für die Abzüge ist die Jury verantwortlich. Eine Jury besteht aus einer Jury mit zwei bis drei  Wertungsrichtern als Ansager (Wertung) und zwei bis drei Wertungsrichtern als Schreiber. Diese bewerten  fortlaufend die Kür. Die Kür selbst läuft nach strengen Vorgaben ab. Betreten der Fahrfläche, Begrüßung der Zuschauer durch  Knicks oder Verbeugung, Einnahme der Startposition. Dann signalisiert der Sportler oder der  Kommandogeber der Mannschaft durch das Signalwort „Start“ an den Zeitnehmer (ein Mitglied der Jury)  den Beginn der Kür. Hierbei setzt auch die Musik ein. Ab jetzt muss binnen fünf Minuten das Programm  absolviert werden. Unterbrechungen der Zeitnahme gibt es nur in absoluten Ausnahmefällen, z. B. bei  technischen Problemen mit dem Rad oder bei Verletzungen des Sportlers.  Es gibt Abzüge bei der Schwierigkeit:  wenn die Übung nicht die komplette Wegstrecke gezeigt wird  bei Nichteinhalten der Reihenfolge  wenn die Übung nicht korrekt ausgeführt wird  bei Zeitüberschreitung  Weiterhin gibt es Abzüge für die Ausführung: bei sichtbaren Unsicherheiten (Haltung, Fahrstil, unregelmäßiger Tritt, Streckfehler, …)  bei unsauberer Ausführung bei Überfahren der Flächenbegrenzung  bei unkorrektem Abgang vom Rad (Fallenlassen des Rades am Ende der Kür)  bei Stürzen und kurzen Bodenberührungen (Tipper) Der Trainer darf während der ganzen Kür die sogenannte Coaching-Zone nicht verlassen. Dies spielt  besonders beim Radwechsel im Zweier (von zwei Rädern auf eines) eine Rolle, da die Sportler das  überflüssige Rad zum Trainer transportieren müssen. Die internationalen Regeln werden von der Union Cycliste International (UCI) aufgestellt.[1] Der UCI  gehören die nationalen Radsportverbände an.      Trainingszeiten                                                    Ansprechpartner                                                                                                                                  Aktuelle Trainingszeiten erfahren Sie Abteilungsleiterin Kunstrad auf Anfrage. Petra Stapf Tel.: 09371 949205 petra-qlz@web.de