© RV Großheubach 2015                                                                Impressum    Chronik des Radfahrervereins “All Heil 1903” e.V. Großheubach  Am 27. Januar 1903 wurde durch eine Gruppe junger -Männer der Grundstein zu unserem heutigen Verein  gelegt. In dieser Zeit gab es in jeder größeren Gemeinde einen Radfahrerverein. Körperertüchtigung und  Leibeserziehung waren damals die Gründe um die Jugend zu gewinnen.   Im Jahre 1905 feierten wir das erste große Fest mit Fahnenweihe. Der RV Miltenberg war dabei unser  Patenverein. Das Fahrrad stand damals noch in der Entwicklungsphase. Als radsportliche Betätigung gab es  hauptsächlich das Korsofahren. Der erste Weltkrieg brachte den Verein von 1914 – 1921  zum Ruhen. Doch bereits am 7. Juli 1921  hauchten 20 sportbegeisterte Männer dem ruhende Verein wieder neues Leben ein. Es mussten personelle  Umbesetzungen -vorgenommen werden, denn der Krieg hatte auch die Vereinsmitglieder nicht -verschont.  In der Folgezeit etablierten sich viele Veranstaltungen wie Theateraufführungen und Vereinsbälle. Der  traditionelle Faschingsball wurde bis 1996 beibehalten.  1928 beging man das 25jährige Stiftungsjubiläum. Das rege Vereinsleben -animierte viele Freunde des  Radsports unserem Verein beizutreten. Der 30. Geburtstag gab Anlass zur Feier der zweiten Fahnenweihe.  1937 musste der Verein wegen des zweiten Weltkrieges erneut seine Aktivität einstellen.  Doch bereits 1949, die Zeiten waren noch sehr schlecht, gingen wiede-r unermüdliche Pioniere des  Radsports ans Werk und stellten unter größten Schwierigkeiten den Verein auf gesunde Beine. Vor allem die  Beschaffung von Rädern war ein finanzieller Kraftakt. Der Erlös aus verschiedenen Veranstaltungen bildete  daher den Grundstock für die Anschaffung der Räder. 1951 wurde die erste Reigenmannschaft aus Kunstradfahrern gebildet. Man trainierte 6er-Reigen sowie  6er-Gruppenfahren mit Untermann. Zöller-Scholl sowie Zöller-Herrmann fuhren Zweier-Kunstrad. Im  gleichen Jahr trat man dem Main-Spessart-Odenwald-Bund bei.  Vom 1. – 3. August 1953 zeigte sich der ganze Ort zum 50jährigen Jubiläumsfest in seinem schönsten  Flaggenschmuck. Karl Zöller wurde zum Ehrenvorsitzenden und viele verdiente Mitglieder zu  Ehrenmitgliedern ernannt. Zum ersten Mal veranstaltete man die Bundesmeisterschaften im MSO-Bund in  den Disziplinen Langsamfahren, Radrennen und Kunstradfahren sowie Radball. Bei diesen Meisterschaften  schlugen sich unsere Sportler prächtig. Erwin Dosch und Werner Bier machten das Radballspiel bei uns  populär. Diese Mannschaft hat in 15jähriger Aktivität zahlreiche Erfolge erzielt. Durch das breite sportliche  Angebot gewann der Verein viele neue Mitglieder. Auch gute Jugendmannschaften wuchsen heran. Unser  Verein beteiligte sich auch am -Korso-Fahren und konnte dabei zahlreiche Preise erringen.  1963 übernahm Ernst Dosch nicht nur die Leitung des Vereins, sondern er schaffte auch einen Neubeginn  in der Abteilung Kunstradfahren, die er als Trainer ebenfalls betreute. Unter seiner Leitung wurde der RV  Großheubach mit der Abteilung Kunstrad weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt. Auch bei den  Bundesmeisterschaften des MSO-Bundes präsentierten sich unsere Sportler erfolgreich.  Ein wichtiger Meilenstein war 1965 mit dem Wechsel zum BLSV-BRV-BDR erreicht. Dadurch standen nun  wesentlich mehr sportliche Möglichkeiten als bisher offen.  Unsere Mitgliedsbeiträge betrugen ab 1966: Aktive DM 12,-, Jugendliche DM 6,-,- Schüler DM 3,- und  Damen DM 6,-. Das 60jährige Stiftungsfest wurde etwas verspä-tet zusammen mit dem Unterfränkischen  Bezirksfest im Jahre 1966 nachgeholt und war sehr gut besucht. Im gleichen Jahr qualifizierten sich von den  Abteilun-gen Kunstrad und Radball Sportler für die Bayerischen Meisterschaften in Augsburg. Das  Straßenrennen "Rund um den Engelberg" fand ebenfalls 1966 erstmals statt. Die Hauptinitiatoren Ludwig  Lebold und Ernst Dosch trugen dabei die Verantwortung für Planung, Organisation und finanzielle  Absicherung dieser Veranstaltung. Bis 1980 folgten noch 15 weitere Rennen.   Wegen der guten Organisation durften wir 1967 die Ausrichtung der Nordbaye-rischen und der Bayerischen  Straßenmeisterschaften übernehmen. Im gleichen Jahr führte der RV Großheubach zusammen mit sechs  weiteren Vereinen des Bezirks eine Hallenradsportveranstaltung durch, deren Erlös für den Bau des neuen  Kindergartens in Großheubach gespendet wurde.   Peter Reichert holte 1968 den ersten Bayerischen Meistertitel im Kunstradfah-ren in Großostheim.  Die Eintragung als e.V. ins Vereinsregister erfolgte am 12.2.1970. Mit Heinz Kehl wurde der erste  Jugendleiter gewählt.  1971 übernahm Berthold Kempf das Amt des Trainers in der Abteilung Radball. Er steckte viel Zeit und  Kraft in seine Arbeit und die Erfolge konnten sich sehen lassen. Neben Ernst Dosch wurde 1972 Klara Zöller  als Kunstrad-Trainerin verpflichtet. Dadurch konnten weitere Sportler in dieser trainingsintensiven Disziplin  betreut werden und bei Wettkämpfen Meistertitel erringen.  Zusätzlich zum Leistungssport hatte 1972 das Volksradfahren als Jedermann--Veranstaltung Premiere. Bis  heute gehört es zu den traditionellen Veranstaltun-gen unseres Vereins und wird jährlich im Juli organisiert.  Als IVV-Volksradfahren wurde es fünf mal ausgetragen.  Großheubach war am 17.3.1973 erfolgreicher Austragungsort für die Bezirks-meisterschaften, da vier  Bezirksmeistertitel von unseren Sportlern geholt wer-den konnten.  Im selben Jahr feierte man das 70jährige Bestehen. Höhepunkt des Programms waren Darbietungen der  fünffachen Europameister Korn / Fries, sowie die Verleihung goldener und silbener Ehrennadeln an  verdiente Mitglieder.  1974 brachte Inge Dosch als Jugendleiterin neuen Schwung in die Jugendarbeit. Durch ihre vorbildliche  Arbeit übernahm sie auch im Bezirk diesen Posten.   Die Radballabteilung bestand bereits im November 1973 aus vier Mannschaften. Mit einer starken Riege von  fünf Kunstradsportlern startete man 1974 bei de-n Deutschen Meisterschaften. 1976 gewann Susi Umscheid erstmals in der Vereinsgeschichte den Titel “Deutsche Schülermeisterin". Ihr  Sieg wurde mit einem festlichen Empfang und großer Meisterschaftsfeier am 20.11.1976 gewürdigt. Die  erfolgreiche Sportlerin konnte vorher bereits zahlreiche Titel auf Landesebene gewinnen.   1978 feierte man das 75jährige Bestehen unseres Vereins. Dabei wurden Ludwig Lebold und Ernst Dosch  mit der Verdienstnadel des BLSV und BRV in Gold und Silber geehrt. Ludwig Lebold wurde zum  Ehrenmitglied ernannt.   1979 war der RV Großheubach Ausrichter der Bayerischen Meisterschaften im Kunstradfahren. Da es in  Großheubach keine geeignete Halle gab, musste nach -Miltenberg ausgewichen werden. Neben der großen  organisatorischen Arbeit konnten wir dabei aber auch viele sportliche Erfolge verzeichnen.   1982 beendeten Susi Umscheid und Harald Dosch ihre aktive Laufbahn als Kunstradsportler. Bei dem  Ehrenabend waren die beiden Vize-Weltmeister Mergert / Korn aus Soden mit dabei. 14 Jahre war Harald  Dosch für den RV Großheubach gestartet und weist damit bis heute die längste Aktivenzeit in der  Vereinsgeschichte auf. Danach stand er noch bis 2002 als Kunstrad-Trainer zur Verfügung. Seit 1978 war er  außerdem als Kampfrichter auf Bezirksebene tätig, seit 2004 ist er auch auf Landesebene und bei  Deutschen Meisterschaften in dieser Funktion im Einsatz. Susi Umscheid trainierte nach längerer Pause noch  in den Jahren 2000 bis 2004 junge Talente.   Zahlreiche Ehrungen wurden bei der 80-Jahrfeier im November 1983 im Gemeinschaftshaus vergeben.  Klaus-Peter Dosch errang bei den Deutschen Schülermeisterschaften im gleichen Jahr die Bronzemedaille.  In der Folgezeit wurde reger Sportbetrieb in den Abteilungen Kunstrad und Radball geleistet.  Volksradfahren, Wandern, Kameradschaftsabende, Radlerball und Grillfeste füllten den Terminplan. 1983  hatten wir mit über 900 Radlern beim Volksradfahren die mit Abstand höchste Beteiligung. Dies machte uns  für das nächste Jahr nachdenklich. 1984 wurde deshalb kurz vor dem -Volksradfahrtermin extra ein  Schwein geschlachtet und als Spezialität gab es "Pellkartoffel mit Schwartenmagen".   Beim Ehrenabend am 30.11.1985 beendete Klaus-Peter Dosch seine sportliche Laufbahn und Christina  Johnsen wurde als Bayerische Meisterin geehrt.   Der Ludwig-Lebold-Gedächtnispokal wird seit 1987 jährlich an verdiente Sportler oder Funktionäre  verliehen.  Anläßlich des Ehrenabends "85 Jahre RV Großheubach" wurden Wolfgang Johnsen und Berthold Kempf mit  der Ehrennadel in Silber des Verbandes ausgezeichnet.  Der Bezirkspokal-Endlauf 1991 war der letzte Auftritt für die erfolgreichen Kunstradfahrerinnen Christina  Johnson und Silke Dosch. Beide holten für uns jeweils mehrere Bayerische Meister- und Vizemeistertitel.   1992 waren wir Ausrichter der Bayerischen Kunstrad-Meisterschaften. Die Veranstaltung musste in der  Realschulturnhalle in Miltenberg abgehalten werden. Ihr Hallenboden stellte sich als zu weich heraus und so  musste ein Boden aus Erlenbach geholt und in Miltenberg verlegt werden. 220 angereiste Sportler aus 31  Vereinen aus ganz Bayern konnten so ihre Wettkämpfe unte-r regulären Bedingungen bestreiten. Als einzige  Sportlerin des RV Großheubach erreichte hierbei Kerstin Reinhardt einen 10. Rang.  Ab 1993 wurde das Jugendzeltlager eingeführt, das jährlich kurz vor der Schulferien stattfindet. Hier ist  unsere Jugend mit Jugendleitung für ein Wochenende unter sich. Möglich machten es unsere  Vereinsmitglieder Herbert und Walter Lebold, die dankenswerterweise ihr Grundstück zur Verfügung  stellten.  Auf 90jähriges Bestehen konnte der RV Großheubach am 23.11.1993 zurückblicken. Vor dem Ehrenabend  wurde der verstorbenen Mitglieder durch Kranzniederlegung auf dem Friedhof gedacht. Im  Gemeinschaftshaus ehrte man anschließend 25- und 40-jährige Vereinsmitgliedschaft. Erwin und Ernst  Dosch wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt und einige Mitglieder für besondere Verdienste ausgezeichnet.  Am 24.11. wurde die neue Fahne durch Herrn Pfarrer Kraus geweiht. Sie war von Frau Hermine Franke aus  Weilbach kostenlos nach dem Vorbild der alten Fahne gestickt worden. Der Verein musste nur die  Materialkosten bezahlen.  Am 16.2.1996 fand unser letzter Radlerball im Gemeinschaftshaus statt.  1998 griffen unsere jungen Talente Sabine und Ralf Herrmann sowie Christina und Ramona Mengler  erstmals nach Meistertiteln. Im selben Jahr wurde auch das 25. Volksradfahren veranstaltet.  Mit der Einweihung unserer neuen Dreifach-Sporthalle am 16.4.2000 ging ein langersehnter Wunsch des  RV Großheubach in Erfüllung. Ob Radball- oder Kunstradwettkämpfe, wir können jetzt alle Meisterschaften  auf Bezirks- und Landesebene austragen. Beim Volksradfahren im Jahr 2000 wurde erstmals eine  Mountainbike-Tour "Rund um den Engelberg" angeboten. 31 Starter fuhren die 35 km lange Strecke mit 670  Höhenmetern Unterschied zwischen Start und Ziel. Im Dezember 2000 erfolgte die Gründung der neuen  Abteilung Radrennsport, deren Abteilungsleiter Jürgen Henkel war. In dieser kurzen Zeit wurden gute  sportliche Erfolge ausgefahren. Die Aktiven in dieser Abteilung haben einen starken Zuwachs.  Erstmals in der Vereinsgeschichte erkämpfte sich 2001 die Mannschaft Mark-Philipp Hübner und Alexander  Mengler den Bayerischen Meistertitel im Radball der Schülerklasse B. Durch seinen beachtlichen 4. Rang im  Finale der Deutschen Meisterschaften verpasste das Duo nur knapp einen Platz auf dem Siegertreppchen.   2002 wurde Sabine Herrmann Deutsche Meisterin im Kunstradfahren bei den Schülerinnen.  2003 holte sie sich den gleichen Titel bei den Juniorinnen. Zweimaliger Titelgewinn auf Bundesebene ist in  der 100jährigen Vereinsgeschichte wirklich Spitze. Ihr Bruder Ralf gewann in diesem Jahr als Bayerischer  Meister zunächst noch den Deutschen Vizemeistertitel und wurde - beim RV Großheubach bisher einmalig -  kurz darauf sensationell Europäischer Vizemeister. Für ihre Leistungen wurden sie mit einem großen  Empfang am Alten Rathaus sowie anschließendem Autokorso geehrt.   Um die Ausrichtung der Bayerischen Meisterschaften im Radball und Radpolo für 2003 hatte sich der RV  Großheubach beworben und den Zuschlag bekommen. Organisation und Durchführung bekamen von allen  Seiten einhellig eine überaus positive Resonanz. Bei diesen Landesmeisterschaften, an denen sich  insgesamt über 40 Mannschaften beteiligten, belegten Dominik Pfeifer und Florian Schenk in der Spielklasse  Jugend vor heimischer Kulisse den 2. Platz. Mark-Philipp Hübner und sein Spielpartner Alexander Mengler  holten sich bei den Schülern A als dritte ebenfalls einen Pokal. Diesem Team gelang es 2003 erneut das DM-  Finale zu erreichen, wo sie wie schon als B-Schüler mit dem 4. Platz knapp an einem Pokal  vorbeischrammten.  Bereits mit dem Bayerischen Vizemeistertitel der Radrennfahrer konnte in diesem Jahr Daniel Henkel in der  Schüler-Klasse U 11 aufwarten. Im September veranstaltete der RV anlässlich seiner 100-Jahr-Feier ein  Bergzeitfahren, das erste Radrennen in Großheubach nach fast 25 Jahren Pause.   Ein Führungswechsel an der Vereinsspitze stand zum Jahresbeginn 2004 an. Auf der Generalversammlung   gab Josef Müller auf eigenen Wunsch sein Amt als 1. Vorsitzender nach sechsjähriger Tätigkeit an Otto  Hübner ab, Reiner Bauer übernahm die Stellung des 2. Vorsitzenden.   Erneut Bayerische Jugend-Vizemeister im Radball wurden Dominik Pfeifer und Florian Schenk. Den größten  Erfolg ihrer Karriere bescherte ihnen der 5. Platz im Finale der Deutschen Meisterschaften, an dem sie als  einzige bayerische Mannschaft teilgenommen hatten.   Bei den Kunstrad-Junioren sicherte sich auf Landesebene Ralf Herrmann abermals den Meistertitel, seine  Schwester Sabine wurde Vizemeisterin. Beide konnten bei den Deutschen Meisterschaften den Vizetitel  einfahren. Das Glanzlicht dieses Jahres setzte aber Sabine Herrmann: als frischgebackene Europameisterin  im 1er Kunstfahren der Juniorinnen kehrte sie aus dem österreichischen Lustenau zurück und wurde am  Alten Rathaus begeistert empfangen, bevor es im Autokorso durch die Heimatgemeinde ging. Bei einer  Meisterschaftsfeier mit zahlreichen Festrednern und unterhaltsamen Showeinlagen wurde ihr Erfolg  gebührend gewürdigt. Beim alljährlichen “Tag des Sports” , der Sportlerehrung des Landkreises wurde sie  sogar zur Sportlerin des Jahres 2004 gewählt.   Die Rennrad-Abteilung absolvierte während der Saison 2004 neben ihren Trainingseinheiten zahlreiche  Renneinsätze in verschiedenen Altersklassen, wobei meist Platzierungen unter den ersten fünfzehn  heraussprangen. Zum Saisonausklang bewies der Nachwuchs beim Ablegen des Deutschen Radsport  Leistungsabzeichens noch einmal großen Ehrgeiz.  Bei den Bayerischen Radball-Meisterschaften 2005 bedeutete der 3. Platz in der Jugendklasse von Mark-  Phillip Hübner und Alexander Mengler leider den einzigen Podestplatz für den RV Großheubach.   Aber in der Kunstrad-Riege wurde Sabine Herrmann bei den Juniorinnen zunächst Bayerische Meisterin,  holte sich anschließend bei den Deutschen Meisterschaften den Vizetitel und verteidigte kurz darauf in  Nufringen erfolgreich ihren Europameister-Titel. Am Alten Rathaus wurde sie von vielen Vereinsmitgliedern  und Fans begeistert empfangen. Erster Vorsitzender Otto Hübner konnte in seiner kurzen Amtszeit bereits  zum zweiten Mal diese Ehrung vornehmen. In seiner Laudatio würdigte er Sabines Leistung sowie die  Einmaligkeit dieses doppelten Titelgewinns in der über 100-jährigen Vereinsgeschichte. Ein Autokorso  geleitete sie anschließend zu ihrem Elternhaus, wo man noch lange weiterfeierte. Gewürdigt wurde dieser  Titelgewinn auch noch durch  eine große Kunstradgala, bei der neben hochkarätigen Kunstraddarbietungen  auch Sabines Meisterschafts-Kür noch einmal live zu bewundern waren.  Die Rennradabteilung organisierte im Februar 2005 erstmalig ein Trainingslager auf Mallorca. Philipp Schenk  wurde in der Klasse U11 erst Vizemeister bei den unterfränkischen Straßenmeisterschaften, wenig später  auch Vizemeister bei den Bayerischen Straßenmeisterschaften.  Zum Jahresende beendeten auch zwei erfolgreiche Aktive ihre sportliche Laufbahn, nämlich Kunstradfahrer  Ralf Herrmann und Radballspieler Alexander Mengler.   Die Rennradabteilung verselbständigte sich ab Januar 2006 unter dem Vorsitz von Jürgen Henkel als  eigenständiger Verein „RSC Großheubach“.   Philipp Schenk und Rene Zwissler gewannen bei den Landesmeisterschaften 2006 im Radball der  Schülerklasse B den Titel, Dominik Pfeifer und Florian Schenk wurden bei den Junioren dritte.   Im Kunstradfahren wurde Sabine Herrmann in der Juniorenklasse wie im Vorjahr Bayerische Meisterin, die  Nachwuchsfahrerin Laura Bauer konnte sich bei den Schülerinnen C den Vizemeistertitel sichern. Wenig  später musste Sabine Herrmann eine herbe Enttäuschung verkraften. Durch einen Sturz beim Kader-  Lehrgang in Randersacker erlitt sie einen Kreuzbandabriss im linken Knie. Nachdem sie die harte EM-  Qualifikation mit 30 Punkten Vorsprung gegenüber der starken deutschen Konkurrenz für sich entschieden  hatte, musste sie nun ihre Teilnahme an den Europameisterschaften absagen. Damit fiel sie zunächst für die  Deutschen Meisterschaften aus und konnte auch ihre 2004 und 2005 errungenen EM-Titel im 1er  Kunstradfahren der Juniorinnen nicht mehr verteidigen.  Das erfolgreiche Radball-Team Dominik Pfeifer und Florian Schenk beendete nach der Qualifikationsrunde zu  den Deutschen Meisterschaften im Frühsommer auf gemeinsamen Wunsch seine sportliche Karriere.   Auch Berthold Kempf, ein Urgestein des RV, zog sich mit der ablaufenden Saison 2006 von seiner Tätigkeit  als Trainer zurück. Jahrzehntelang hatte er nicht nur junge Spieler erfolgreich ans Radballspiel  herangeführt, ihnen mit schier unendlicher Geduld und Ausdauer technische Fertigkeiten und Spielzüge  vermittelt, sondern auch viele ältere Teams bei zahlreichen Qualifikationsspielen, Meisterschaften und  Pokalfinals mit überaus großem Engagement und “Herzblut” betreut.   2007 absolvierten die Aktiven Marco Breunig und Mark-Philipp Hübner eine Trainerausbildung, so dass das  Radball-Training zusammen mit Daniel Döhner fortgesetzt werden konnte. Die B-Schüler Philipp Schenk und  Rene Zwissler überzeugten bei den Bayerischen Meisterschaften mit dem 2. Platz , die Junioren Markus  Ripberger und Etienne Wolf mit dem 3. Rang. Schenk / Zwissler gelang ferner die Final-Teilnahme an den  Deutschen Schülermeisterschaften, wo sie mit einem respektablen 5. Platz abschnitten. Kurz darauf  verabschiedete sich Rene Zwissler leider vom Radballsport.   Mitte des Jahres gelang dem Team Marco Breunig und Mark-Philipp Hübner in der Elite-Klasse der Aufstieg  in die Landesliga.  2007 wurde auch der Main-Cup ins Leben gerufen, ein Vergleichswettkampf zu Saisonbeginn zwischen je  drei Radballmannschaften der Radsportbezirke Unterfranken Ost und West. Im Schülerbereich gewann  Unterfranken West durch die RV-Mannschaft Marc Helmling und Philipp Schenk, bei den Junioren hatte  Unterfranken Ost durch Sieger Heidingsfeld die Nase vorne.  Trotz des noch fortdauernden Ausfalls von Sabine Herrmann fuhr die Kunstradriege auch 2007 tolle Erfolge  ein. Vanessa Schreckenberg war 2007 Bayerische Meisterin bei den Juniorinnen, ebenso wie Laura Bauer bei  den C-Schülerinnen. Jasmina Stapf sicherte sich bei den B-Schülerinnen durch Platz 3 ebenfalls einen  Podestplatz. Mitte November verabschiedete im Rahmen einer kleinen Feierstunde der erste Vorsitzende Otto Hübner im  Alten Rathaus die zweimalige Europameisterin im 1er Kunstradfahren der Juniorinnen, Sabine Herrmann,  die ihre Aktivenlaufbahn leider beendete. Nach sehr langer Verletzungspause kam nun das endgültige Aus in  ihrer so erfolgreichen sportlichen Karriere.  Im Oktober hatte der Radsportbezirk Unterfranken West die Deutschen Meisterschaften im Radball und  Kunstradfahren der Elite in Elsenfeld ausgerichtet, wobei Abordnungen aller Bezirksvereine, so auch des RV,  tatkräftige Unterstützung leisteten und einen reibungslosen Ablauf dieses Großereignisses gewährleisteten.  Bei der Generalversammlung 2008 wurden Otto Hübner als 1. Vorsitzender und Reiner Bauer als sein  Stellvertreter erneut im Amt bestätigt, genauso wie auch die gesamte übrige Vorstandschaft wiedergewählt  wurde.   Erneut Anlass zur Freude über sportliche Erfolge gab es bei den Bayerischen Meisterschaften im Radball.  Markus Ripberger und Etienne Wolf wurden Vizemeister der Junioren, Marc Helmling und Philipp Schenk  belegten den 3. Platz bei den Schülern U15. Beide Teams qualifizierten sich damit für das Viertelfinale zu  den Deutschen Meisterschaften. Während Ripberger / Wolf hier durch Platz 6 ausschieden, kämpften sich  Helmling / Schenk mit Rang 2 ins Halbfinale. Hier verpassten sie als vierte leider den Sprung ins Finale.   Vanessa Schreckenberg gelang als bayerische Vizemeisterin im 1er Kunstradfahren ein gelungener Einstieg  in die Eliteklasse. Bei drei German Masters belegte sie 11. und 12. Plätze und wurde bei den “Deutschen”  siebente. Bei den Schülerinnen B wurde Laura Bauer Bayerische Meisterin und Jasmina Stapf sechste. Bei  den Deutschen Schülermeisterschaften landete Laura auf dem 34. Platz.  Die Mountainbike-Abteilung genoß bei ihrer Sommertour auf Rheinsteig und Rheinhöhenweg majestätische  Ausblicke auf das Rheintal und kehrte über Bad Schlangenbad und Wiesbaden wieder in heimische Gefilde  zurück. 2009 fuhr neben dem Radball-Duo Helmling / Schenk auch die Nachwuchsmannschaft Corbinian  Kirchgeßner und Fabian Völkl zu den Landesmeisterschaften, wo sie in der U13 Platz 5 erreichte. Nach dem  DM-Viertelfinale gab es aber im Halbfinale wegen des 4. Tabellenplatzes leider kein Weiterkommen.  Helmling / Schenk erkämpften sich nach Platz 3 auf Landesebene beim DM-Viertelfinale in der U17 ebenfalls  Rang 3 und schafften es wie im Vorjahr noch bis ins Halbfinale, wo sie als sechste ausschieden. Erstmalig  bestritten Mark-Philipp Hübner, Alexander Mengler, Markus Ripberger, Etienne Wolf und Hattrick Meyer (RC  Heidingsfeld) die Bayerische Meisterschaft im 5er-Radball und erspielten sich unter sieben Mannschaften  einen respektablen 4. Platz. Marco Breunig und Mark-Philipp Hübner erreichten beim Finale der Landesliga  den 11. Tabellenplatz.      Bei den Bayerischen Meisterschaften im Kunstradfahren der Schülerinnen B gewann Laura Bauer den  Vizetitel, Jasmina Stapf wurde dritte der Schülerinnen A. Jasmin Bauer holte sich Platz 6 der Juniorinnen,  Vanessa Schreckenberg verpasste bei der Elite als vierte nur knapp das Siegerpodest. Beide Schülerinnen  starteten auch bei den “Deutschen” in Berlin, wo Laura 18. und Jasmina 24. wurde. Im Mai 2009 beendete  Vanessa ihre sportliche Karriere mit langjährigen Erfolgen durch zahlreiche Bayerische Meister- und  Vizemeistertitel, sowie vielen vorderen Plätzen bei Deutschen Meisterschaften.  Die diesjährige Mountainbike-Tour führte über den Odenwald an den Neckar, entlang der Route des  Wanderwegs von Amorbach nach Bad Rappenau. Die Vereinsmitglieder sprachen zu Jahresbeginn 2010 ihrem Vorstand für weitere zwei Jahre ihr Vertrauen  aus. Zweiter Vorsitzender Reiner Bauer übernahm zusätzlich den Posten des Abteilungsleiters Kunstrad,  nachdem Ute Schreckenberg dieses Amt auf eigenen Wunsch zur Verfügung gestellt hatte.  In Abstimmung mit der Schulleitung der Grund- und Hauptschule Großheubach war der RV Großheubach im  März mit einer Abordnung seiner aktiven Sportler zu Gast und demonstrierte über 160 Schülern sowie  einigen Eltern in der Guido-Kratschmer-Halle die Hallenradsportarten Kunstradfahren und Radball. Die  dargebotene Radakrobatik und absolute Radbeherrschung bei Sprüngen, Rückwärtsfahren und Pirouetten  beeindruckten und riefen Begeisterung hervor. Daher wurde für Interessenten ein Probetraining angeboten.  Bei den Radballern wiederholten in der U17 Marc Helmling und Philipp Schenk bei ihrer BM-Teilnahme mit  Platz 3 ihr Vorjahresresultat, kamen dann aber mit Platz 4 nicht über das DM-Viertelfinale hinaus. Corbinian  Kirchgeßner und Fabian Völkl steigerten sich in der U13 zum bayerischen Vizemeister, mussten aber ihre  Teilnahme am DM-Vierttelfinale krankheitsbedingt absagen. Bei der BM im 5er-Radball holte das Team des  Vorjahres, diesmal verstärkt durch Heinrich Zwissler, abermals den 4. Platz.   In der Kunstradabteilung wurde Laura Bauer auch bei den Schülerinnen A bayerische Vizemeisterin, Jasmina  Stapf belegte Rang 5. Laura konnte sich bei der Schüler-DM sogar auf Rang 11 behaupten und holte sich  damit ihr bestes Ergebnis ihrer Kunstradlaufbahn. Jasmina erlitt durch einen Skiunfall einen Armbruch und  musste auf einen Start verzichten.  Paul Döhner, Abteilungsleiter Mountainbike, startete beim Wombacher Keiler Bike-Marathon über die 30 km  Distanz. Mit einem 2. Platz gelang ihm unter 39 Konkurrenten in der Klasse Senioren II der Sprung aufs  begehrte Treppchen. Die Sommer-Tour der MTB-Abteilung führte zweimal quer durch den Spessart nach Lohr a. Main und wieder  zurück. Das traditionelle alljährliche “Volksradfahren” bekam einen moderneren Anstrich und wurde erstmalig als  “Hebbocher Rad-Event” ausgeschrieben und beworben.  Höhepunkt beim „Tag des Sports“ 2010 in der Elsenfelder Sparkassen-Arena war die Wahl der Sportler des  Jahres. In der Kategorie „Mannschaft des Jahres“  wählte das Publikum Marc Helmling und Philipp Schenk  hinter dem Faustballteam des TV Elsenfeld und der U17-Jugend des SV Erlenbach auf den dritten Platz.  Nachdem sich Marc Helmling wegen seiner Berufsausbildung vom aktiven Radball-Spielbetrieb  zurückgezogen und keine neue Spielerlizenz mehr für die nächste Saison beantragt hatte, spielte Philipp  Schenk 2011 zusammen mit Stefan Lebküchner nur noch auf Bezirksebene.  Seit langer Zeit war kein RV-Kunstradsportler bei den Landesmeisterschaften vertreten, da Jasmin Bauer  erkrankt war und Jasmina Stapf sich im Schüleraustausch in Frankreich befand.  Die Bayern-Cup-Bezirksrunde war der letzte Wettkampf von Jasmin Bauer. Otto Hübner würdigte ihre  großartigen Erfolge der letzten zehn Jahre und  dankte der gerührten Sportlerin mit einem Präsent für ihr  sportliches Engagement. Des weiteren zeigte er sich hocherfreut, dass Jasmin ihr erworbenes Können dem  RV-Nachwuchs als Trainerin weiterhin zur Verfügung stellt.  Paul Döhner wiederholte seinen Erfolg aus dem Vorjahr und fuhr beim 15. Keiler Bike-Marathon in Wombach  über die Distanz von 30 Kilometer mit 750 Höhenmetern in der Altersklasse Senioren 3 auf den  hervorragenden 2. Platz. In der Gesamtwertung belegte er unter 265 gestarteten Fahrern den respektablen  90. Platz.  Die diesjährige Mountainbike-Tour führte am Rand des badischen Odenwalds durch das Bauland bis in das  Taubertal nach Bad Mergentheim. Von dort ging es entlang der Tauber wieder zurück.  Otto Hübner und Reiner Bauer behalten auch bis 2014 das Ruder des RV Großheubach fest in der Hand,  nachdem sie und ihre gesamte Führungsriege zum fünften Mal in Folge auf der Jahreshauptversammlung  2012 in ihren Ämtern bestätigt wurden.  Die Radballabteilung konnte mangels Nachfolge kein Team zu den Landesmeisterschaften entsenden. Mit  Jan und Tim Bösmüller wächst aber ein junges Schüler-Team heran, das sich zunächst auf Bezirksebene  erste Lorbeeren verdienen muss.  Die Farben des RV vertraten bei den bayerischen Titelkämpfen im Kunstradfahren in der Klasse Juniorinnen  Jasmina Stapf mit ihrem 8. und Laura Bauer mit dem 9. Platz. In der U11-Schülerklasse gilt Marvin Pfaus  als hoffnungsvolles Nachwuchstalent, das als einziger männlicher Starter bei den Wettbewerben im  Radsportbezirk Unterfranken West jedes Mal den 1. Platz belegte. Als alleiniger RV-Vertreter auf  Landesebene konnte er sich erstmals außerhalb des Bezirks mit männlicher Konkurrenz messen und brachte  die wohl beste Kür seiner noch jungen Hallenradsportkarriere auf die Fahrfläche, welche ihm den 6. Rang  bescherte. Mit Paula Helmstetter und Christina Stock, beide U11, sowie Julia Fürst und Franziska  Helmstetter, beide U13, wächst derzeit aber wieder eine vielversprechende weibliche Kunstradriege heran.  Im Mai hatte ein gemeinsamer Ausflug unserer jungen Nachwuchssportler der Kunstrad- und  Radballabteilung zur Sommerrodelbahn in Wald-Michelbach das bessere gegenseitige Kennenlernen zum  Ziel, da sich unsere Sportler sonst bei Training und Wettkämpfen kaum begegnen. Bei den rasanten  Talfahrten mit bis zu 40 km/h über die 1000 m lange Strecke hatten Groß und Klein mächtig Spaß und auch  das leibliche Wohl kam anschließend nicht zu kurz.  Den Herausforderungen der 16. Auflage des Keiler Bike-Marathons in Wombach stellte sich erneut Paul  Döhner. Über die 30 km-Kurzstrecke belegte er in der Altersklasse Senioren 3 zum dritten Mal in Folge den  tollen 2. Platz.